Also: Erstmal ein Statement aus langjähriger Erfahrung:
Windows wird mit langer Betriebsdauer immer langsamer, dagegen helfen auch Zusatztools, wie CCCleaner, Tuneup Utilities und Co. nicht. Das Kann Euch jeder Administrator bestätigen. Zum Teil liegt es an der Fragmentierung des Auslagerungsspeichers und an dem Datenmüll, dan Windows erzeugt. Z.B. die Systemsicherungspunkte vin XP.
Von einer defragmentierung des Pagefiles (Auslagerungsdatei) kann ich nur abraten. Das geht meistens schief.
Man kann von Zeit zu Zeit die Auslagerungsdatei mal auf 0 setzen (Neustart) und danach auf die 1,5fache Größe des physikalischen Speichers (Nochmal Neustart). Überlasst die Verwaltung der Auslagerungsdatei nicht Windows, das gibt nur Ärger. Zu der Funktion kommt ihr über Systemsteuerung > System > Erweitert > Systemleistung > Erweitert > Erweitert > Virtueller Arbeitsspeicher > Einstellen.
Auf keinen Fall den Auslagerungsspeicher deaktivieren, wenn ihr mit mehr als nur Internet- und Office-Programmen arbeitet. Grafische Programme und Spiele sind so programmiert, dass sie trotz 2-4 GB RAM auf diese Datei zugreifen wollen.
Ein Lösungsvorschlag um ständige Neuinstallationen zu verhindern:
Mein System, mit dem ich jetzt schon jahrelang gute Erfahrung gemacht habe:
1. Paragon Partition Manager / Partition Backup mindestens ab VErsion 7.0 oder Paragon Festplattenmanager
Den gibts immer mal wieder in PC-Zeitschriften auf den CDs als Vollversion. Ich hab da schon irgendwie nebenbei 4 Verionen ergattert.
Zur Zeit arbeite ich mit dem Festplattenmanager 2006.
Der Vorteil dieses Programms liegt in den Anfängerfreundlichen Assistenten und der übersichtlichen Programmstruktur. Und es ist preiswert

.
2. Festplatte partitionieren. Erfahrungsgemäß arbeitet XP am besten mit Partitionen bis 100GB. Der Assistent hilft dabei und eine PDF-Anleitung, bzw. die gute Hilfe sind auch nützliche Nachschlagewerke.
3. Windows XP, alle Updates, alle Treiber und alle Standardprogramme installieren. Am besten alle Programme auf C: ablegen.
4. System so einrichten, dass es Euch gefällt.
5. Partitionsbackup erstellen. Auch hier hilft der Assistent. Am besten auf eine externe Festplatte legen. Notfalls auf eine andere Partition (D: oder so) auf der gleichen Festplatte.
6. Rettungs-CD anlegen.
7. Fertig
Wenn Euer System wieder mal muckt, dann einfach die Rettungs-CD ins Laufwerk legen, PC neu starten und das Partitionsbackup wiederherstellen.
Das Rückspielen dauert für 20 GB undgefähr 20 Minuten auf einem AMD Sempron 3000+ mit 1 GB RAM und ner SATA 1 Festplatte.
ACHTUNG! Eigene Dateien, wichtige Daten, Mails und so weiter nicht auf der Systempartition ablegen! Also nicht da, wo das WINDOWS Verzeichnis sich befindet.
Wenn Euer System sich stark verändert hat, also viele neue Versionen oder andere Programme installiert wurden, dann stellt einfach erstmal die Ursprungsversion wieder her, richtet die neuen Programme ein und ersetzt die alten Versionen. Danach dann wieder ein neues BAckup machen.
Man kann mit dem Programm auch Differentialbackups erstellen, bei denen nur die neueren Daten hinzugefügt und ältere, ungültige, Daten überschrieben werden. Das empfehle ich allerdings nicht, weil nach inem halben Jahr Windows schon wieder langsamer und fehleranfälliger geworden ist.
Ach ja. Für den Austausch wichtiger Systemteile, wie dem Mainboard: Da nützt alles nix, da muss man immer neu installieren. Bei Grafikkarten und Festplatten ist das egal. Man kann das Backup auch direkt auf eine neue Festplatte zurückspielen. (Funktioniert evtl. nicht bei RAID-Systmen. das hab ich noch nicht getestet.)
TIPP: Wenn Ihr Bluescreens bekommt, dann löscht doch mal die Auslagerungsdatei (s.o.). Vielfach liegt der Fehler darin, dass irgendwelche Programme (z.B. WinAmp macht das gerne) Bereiche der Datei überschreiben, die von anderen Programmen noch genutzt werden.
Ich fahre mit diesem System seit 1996 ganz gut und bin mit meinem Windoof meistens zufrieden.