Tom Sharpe und die Unsichtbare Universität

Sein Leben, seine Arbeit und alles, was sonst noch mit ihm zu tun hat, findet hier Platz.
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Esme Weatherwax

Beitrag von Esme Weatherwax »

Habe vor ein paar Tagen das Buch:" Schwanen-schmaus im Porterhouse" (Porterhouse Blue) von Tom Sharpe (Goldmann Verlag) gelesen und dort erstaunliche Übereinstimmungen zwischen der im Buch beschriebenen Uni und der UU gefunden. Nicht nur die Freßgelage, sondern auch die Rivalitäten zwischen Dekan, Rektor, Obertutor und Kaplan sind bemerkens-wert ähnlich. Es gibt sogar eine Romanze zwischen einem Doktoranden und einer Putz-frau bzw. Haushälterin (- Frau Allesweiß!).
Das Copyright der OA ist von 1974.
Mir sind dazu 2 Möglichkeiten eingefallen:
1. TP hat sich von diesem Buch " inspirieren" lassen.
2. TP und Tom Sharpe sind vielleicht auf die-selbe Uni gegangen und haben einfach ihre Erfahrungen jeweils verwendet.
Vielleicht weiß ja einer von Euch da was zu.
Thetis

Beitrag von Thetis »

Ich glaube eher die beiden teilen die gleiche Erfahrung bzw in England haben Universitäten eben diesen Ruf.
Hast Du auch schon was anderes von TS gelesen?
Esme Weatherwax

Beitrag von Esme Weatherwax »

In dem Buch sind fast zu viele Ähnlichkeiten, daß hat mich richtig irritiert.
Klar, vielleicht sind ja alle englischen Unis so, weiß man ja nicht.
Ich hab mittlerweile bestimmt 10 Romane von Tom Sharpe gelesen.
Empfehlenswert sind: Puppenmord, Feine Familie, Trabbel für Henry, Der Renner, Henry dreht auf, Mohrenwäsche
T.P. wurde ja am Anfang oft als der Tom Sharpe des Fantasy bezeichnet.
Quietsch,quietsch (dreht kleinen Finger im Ohr)
cheery_littlebottom

Beitrag von cheery_littlebottom »

Ich hab das Buch auch gelesen und hab irgendwie keine Probleme mit den Ähnlichkeiten gehabt. Lies mal was von David Lodge: bei dem geht es in den Unis auch immer sehr seltsam zu und gerade die älteren Profs könnten problemlos auch an der UU lehren.
Ich denke, dass einfach alle drei (wie wohl auch noch ein dutzend andere) als englische Autoren entweder ihre eigenen Unierfahrungen verarbeiten oder mit Klischees spielen.
Da du ja schon einiges von TS gelesen hat, weisst du sicher, dass die anderen Bücher thematisch ganz und gar anders sind.
Außerdem wurde PTerry ja anfangs auch gerne der Douglas Adams der Fantasy genannt. Auf solche Etiketten würd ich nicht zu viel geben.
PRIME_BBCODE_SPOILER_SHOW PRIME_BBCODE_SPOILER: porterhouse blue
Und außerdem kann ich mir einfach nicht vorstellen, wie ein Mitglied der UU versucht, seine persönlichen Gebrauchsgegenstände durch den Kamin zu entsorgen:wink:
kangaroo79

Beitrag von kangaroo79 »

Ich bin erstaunt wieviele Tom Sharpe Leser es hier gibt. Ich bin in Australien auf eins seiner Bücher gestossen (Grantchester Grind - keine Ahnung wie das auf Deutsch heisst), und konnte überhaupt nichts damit anfangen.... vielleicht sollte ich es ja noch mal versuchen? Habt ihr dieses Buch auch gelesen? Und seid ihr vielleicht auch der Meinung es ist nicht grad das Beste? Wenn ja, wag ich mich noch mal drüber *gg*
Thetis

Beitrag von Thetis »

Müssteauf deutsch "Bloody Mary" sein. Wirklich nicht das leichteste von TS. Kein Vergleich zu den Wilt Stories oder zB "Familienbande".
kangaroo79

Beitrag von kangaroo79 »

Ja, hab grad gegoogelt, lt Inhaltsangabe müsste es sich um dieses Buch handeln. Find ich witzig, dass die englischen Bücher einen neuen englischen Titel für die deutsche Übersetzung bekommen...
cheery_littlebottom

Beitrag von cheery_littlebottom »

Naja - das kommt häufiger vor als man denkt. Allerdings bei filmen noch eher.
Außerdem würd ich 'Bloody Mary' da als eher grenzwertig einordnen, da das Getränk beispielsweise auf deutsch genauso heißt.
Herr Cervelatwurst

Beitrag von Herr Cervelatwurst »

Ich finde Tom Sharpe köstlich! Puppenmord ist absolut empfehlenswert.Kurzbeschreibung: Ein Mann möchte eine aufblasbare Sexpuppe loswerden ,ein Kommissar schöpft Verdacht und ist sich sicher einem Mörder auf der Spur zu sein. Der Mann schafft es nach widrigen Umständen die Puppe zu "entsorgen"und der Kommissar sieht seine grosse Chance den Mörder zu überführen. Die Bergung des "Opfers" ist ein Highlight britischen Humors. Wurde auch verfilmt, kam aber nicht annähernt an das Buch heran.
Das hat zwar nichts direkt mit TP zu tun, aber wenn die Frage um Tom Sharpe geht ist das bestimmt eine gute ergänzende Zutat. Tod verzeih mir.0-)






[ Diese Nachricht wurde geändert von: Herr Cervelatwurst am 12.09.2005 um 03:36 ]
anybody

Beitrag von anybody »

[quote]
Herr Cervelatwurst schrieb am 12.09.2005 um 02:56 :
Puppenmord ist absolut empfehlenswert.
[/quote]

Ich weiß noch, daß mein Mann sich beschwert hat, weil er nicht schlafen konnte: das Bett hat wegen meines Lachens so gewackelt...
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